Aktuelles

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Tupelo Baum bereichert Arboretum
Gemeinsame Pflanzaktion von Arboretumsverein und gASTWERKe

Seit Samstag, 28. Februar, gibt es eine neue Baumart im Arboretum in Escherode.
Das Arboretum ist eine Sammlung von heimischen und fremdländischen Waldbäumen und Sträuchern, die von Forstleuten seit 1850 gepflanzt wurden und wird betreut vom Förderverein Arboretum Habichtsborn e.V.
Der neue Tulepo Baum (latein Nyssa Silvatica) ist als Laubbaum in Nordamerika beheimatet. Die Blätter zeigen im Herbst eine schöne Färbung in purpur bis scharlachrot. Der Blütennektar ist für Bienen und die Beeren besonders für Drosseln und Spechtarten eine gute Nahrungsquelle und trägt so zur ökologischen Vielfalt bei. Der Baum steht am Waldrand nahe dem Pferdestall der gASTWERKe.
Gepflanzt wurde der Baum unter Mitwirkung von Dietrich Hoffmann und Andreas Meier- Dinkel vom Verein Arboretum Habichtsborn e.V. und Sara Hesse und Robert Nestmann, Landschaftsgärner von Querbeet und Astrein bei den gASTWERKen.

Tupelobaum

Baumpflanz-Aktion im Dorf  Escherode, 20. April 2017

Escherode wird künftig durch den Japanischen Schnurbaum, den  Blasenbaum und den  Taschentuchbaum geschmückt. Weitere ausgewählte Baumarten sollen dazu kommen. Sie sollen den Weg zu dem am Nordrand des Ortes gelegenen Arboretum  weisen. Das Arboretum „Habichtsborn“ ist eine Sammlung von rund 180 verschiedenen Baumarten aus aller Welt, die ältesten sind über 150 Jahre alt.
Der Verein will das Arboretum den Bewohnern und Besuchern  Escherodes und Staufenbergs  bekannter machen.
Dies  soll durch Pflanzen von besonderen Bäumen in und um Escherode und später auch anderen Ortsteilen Staufenbergs geschehen.
Für den Anfang  werden am gemeindeeigenen Hang vor dem Anwesen „Käse / Ferber“, Bachstraße 14 und in der Nähe des Dorfplatzes , bzw. Dorfbrunnens drei  besondere Bäume an 2  Standorten in der Dorflage  von Escherode  gepflanzt und bald mit einem Hinweis auf das „Arboretum Habichtsborn“ versehen.

Die Baumarten :

Der Japanische Schnurbaum, Sophora japonica 'Regent', ist ein Schmetterlingsblütler.
Er wird mittelgroß, ist sommergrüner Baum, die Blätter sind unpaarig gefiedert.  Die Blätter ähneln denen der Robinie, doch sind sie im Herbst leuchtend gelb gefärbt.
Ungewöhnlich ist die Blütezeit des Baums: er blüht Ende August bis Anfang September und bietet in dieser Jahreszeit den Bienen und anderen Insekten Nahrung. Danach bilden sich lange Schoten, die erbsengroße Früchte ausbilden, wie Perlen an einer Schnur.
Allerdings blüht der Baum erstmalig nach frühestens 10, eher 20 – 30 Jahren.
( Forstleute denken in andern Zeiträumen als Hobbyygärtner ! )
Aufmerksam geworden sind wir auf diesen Baum , als wir in der Museumsnacht am Scheidemannsplatz in KS, vor der Handwerkskammer wunderbar filigrane, weiße Blütenrispen vor dem Nachthimmel entdeckten.

Blasenbaum oder auch Lampionbaum, Blasenesche, Koelreuteria paniculata
Die bis 30 cm langen, lockeren Blütenrispen mit kleinen, gelben Blütchen blühen im Juli-August, im Herbst entwickeln sich aus den Blüten blasig aufgetriebene, fast lampionartige Früchte. Die Laubblätter sind bis 35 cm lang und unpaarig gefiedert. Der Baum bildet ein dichtes, flaches Wurzelgeflecht, was ihn prädestiniert für den Standort am Hang.

Taschentuchbaum oder Taubenbaum, Davidia var. vilmoriniana
Die großen, weißen Hochblätter sehen aus  wie Taschentücher bzw. von weitem gesehen auch wie ein Schwarm weißer Tauben , daher auch der Name „Taubenbaum“.
Er ist ein eher kleiner bis mittelgroßer Baum.
Die Blütezeit ist von April bis Juni. Er blüht auch erst frühestens nach zehn Jahren.
Einige schöne Exemplare stehen im Park Wilhelmshöhe und in der Aue.

'Esiko' – die Escheröder Jubiläumsrose

(Züchter: Meier-Dinkel 1994 / 2013)
Taufe der Rose 'Esiko' anlässlich der 1200-Jahrfeier in Escherode am 3. August 2013

Entstehung
Die Rose 'Esiko' (Abb. 1) ist im Jahr 1994 in einem Privatgarten in Escherode aus einer Zufallskreuzung entstanden. Die Eltern sind mit großer Wahrscheinlichkeit eine halbgefüllte Zuchtform der Vielblütigen Rose (Rosa x multiflora 80/240-1) (Abb. 2) und die in Skandinavien verbreitete 'Dornenlose Kreiselrose' (Rosa x suionum) (Abb. 3). Die Rose 'Esiko' besitzt drei Chromosomensätze, sie ist also triploid (3n). Dies ist das Resultat einer Kreuzung zwischen einem diploiden (2n) Elternteil mit zwei Chromosomensätzen (R. x multiflora) und einem tetraploiden (4n) Elternteil mit vierfacher Chromosomenzahl (R. x suionum).

Rose 'Esiko'

Abbildung 1: 'Esiko' – die Escheröder Jubiläumsrose mit stark gefüllten rosafarbenen Blüten, die nach 'Alten Rosen' duften.
  Rosa x multiflora

Abbildung 2: Elternteil von 'Esiko':
Zuchtform der Vielblütigen Rose
(Rosa x multiflora 80/240-1) aus der
Bundesforschungsanstalt für gartenbauliche
Pflanzenzüchtung aus dem Jahr 1980.
  Dornenlose Kreiselrose

Abbildung 3: Elternteil von 'Esiko'
'Dornenlose Kreiselrose' (Rosa x suionum),
alte schwedisch-norwegische Sorte, entstanden vor 1845.
Eigenschaften

Die Rosensorte 'Esiko' gehört in die Gruppe der Rambler-Rosen (Rankrosen). 'Esiko' kann als Kletterrose an einem Baum, einer Hauswand, einem großen, stabilen Obelisken oder einer Pergola (Abb. 4 und 5), aber auch als freistehende Strauchrose gepflanzt werden. Als Kletterrose erreicht sie etwa 4 bis 6 m Höhe, als frei stehender Strauch wird sie 2 bis 3 m hoch und bis 5 m breit. Ihre Blüten mit dem Duft 'Alter Rosen' erscheinen in Büscheln zu 10 bis 30 am vorjährigen Holz und sind 4 bis 4,5 cm groß. Die dichte Füllung und die bis zu 90 etwas gedrehten Blütenblätter erinnern an 'Alte Rosen'. Die Farbe ist anfangs ein reines Rosa, welches beim Verblühen, besonders bei Hitze und in voller Sonne, zu Hellrosa bis Weiß verblasst. Ein Stauch mit unter­schiedlich alten Blüten zeigt dadurch ein schönes Farbspiel. Die blühfreudige Rose ist einmal blühend und blüht überreich für 3 bis 4 Wochen im Juni / Juli.
Die Jahrestriebe sind fast stachellos, werden bis zu 4 m lang und lassen sich Rambler-typisch gut biegen. Die gesunden Blätter setzten sich meist aus 7 oder 9 Fiederblättchen zusammen.

'Esiko' hat sich in den sehr kalten Wintern 2010/11 und 2011/12 mit Temperaturen von bis zu – 25 °C als vollkommen frosthart und kälteunempfindlich erwiesen. Das Holz zeigte bis in die Spitzen keinerlei Frostschäden.
Die Rose ist für ein breites Standortspektrum geeignet und verträgt auch Halbschatten (mindestens 5 Stunden Sonne pro Tag). Ein Erziehungs- oder Rückschnitt ist in den ersten Jahren nicht erforderlich. Die Rose entwickelt sich am besten, wenn sie frei wachsen kann. Soll die Rose einen Baum oder eine Pergola beranken, empfiehlt es sich, die langen neuen Jahrestriebe hochzubinden. Nach mehreren Jahren können einzelne Stämme zur Verjüngung möglichst bodennah entnommen werden. Aufgrund des gesunden Laubes der Rose sind Pflanzenschutzmaßnahmen nicht erforderlich.
Die Rose 'Esiko' kann im Februar/März über Steckholz und zur Blütezeit über Grünstecklinge vermehrt werden.

'Esiko' wächst bereits in mehreren Gärten in Escherode und im Raum Kassel. Sie steht auch in der Rosensammlung im Bergpark in Kassel-Wilhelmshöhe in Quartier 1 (Nr. 16a). Über Rosenfreunde ist die Rose bereits nach Süddeutschland, Holland und nach Schweden verbreitet worden.

Rose 'Esiko'

Abb. 4: Rose 'Esiko'. Die helle Rose in der Mitte ist 'Lykkefund'.
  Rose 'Esiko'

Abb. 5: Rose 'Esiko' an einer Pergola in Escherode
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Namensgebung
Die Rose ist nach Esiko, dem Namensgeber des Geschlechts der Esikonen benannt. Sein Vater Graf Hiddi (* um 750/756, † um 813) gründete nach 770 im Gebiet um den Havucabrunno (Habichtsborn) eine Rodungs­siedlung und nannte sie nach seinem Sohn Esiko Esekerode. Der Ort wird erstmals in einer Urkunde Karls des Großen vom 8. Mai 813 erwähnt. Esikos Name findet sich noch heute in dem des Ortes Escherode (Ortsteil von Staufenberg / Niedersachsen) im Kaufunger Wald östlich von Kassel.

Dr. Andreas Meier-Dinkel, Escherode

www.habichtsborn.de
www.escherode.de
www.roseninsel-kassel.de
andi.meier-d@web.de