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gemeinsamer Arbeitseinsatz am 24. September

Liebe Freunde,

Unser Arboretum bedarf ständiger Pflege. Ein gemeinsamer Arbeitseinsatz
kann einen Großteil der Pflegerückstände aufholen. Deshalb laden wir zu
einem in diesen Jahr 2. gemeinsamen Arbeitseinsatz ein:

- Pflegearbeiten
- Entfernen von Wuchshüllen
- Ästungen
- Abraum ausammeln
- Wege freischneiden

Wir treffen uns
am 24 September 2016 um 14 Uhr
am Eingang zum Arboretum, Parkplatz Pfaffenstrauch in 34355 Staufenberg-Escherode.

Arbeitskleidung, Handschuhe und Astscheren sind hilfreich.

Zum Abschluß gibt es traditionell eine Vesper bei den gASTWERKEn.
Auf viele Helfer freut sich

der Vorstand

'Esiko' – die Escheröder Jubiläumsrose

(Züchter: Meier-Dinkel 1994 / 2013)
Taufe der Rose 'Esiko' anlässlich der 1200-Jahrfeier in Escherode am 3. August 2013

Entstehung
Die Rose 'Esiko' (Abb. 1) ist im Jahr 1994 in einem Privatgarten in Escherode aus einer Zufallskreuzung entstanden. Die Eltern sind mit großer Wahrscheinlichkeit eine halbgefüllte Zuchtform der Vielblütigen Rose (Rosa x multiflora 80/240-1) (Abb. 2) und die in Skandinavien verbreitete 'Dornenlose Kreiselrose' (Rosa x suionum) (Abb. 3). Die Rose 'Esiko' besitzt drei Chromosomensätze, sie ist also triploid (3n). Dies ist das Resultat einer Kreuzung zwischen einem diploiden (2n) Elternteil mit zwei Chromosomensätzen (R. x multiflora) und einem tetraploiden (4n) Elternteil mit vierfacher Chromosomenzahl (R. x suionum).

Rose 'Esiko'

Abbildung 1: 'Esiko' – die Escheröder Jubiläumsrose mit stark gefüllten rosafarbenen Blüten, die nach 'Alten Rosen' duften.
  Rosa x multiflora

Abbildung 2: Elternteil von 'Esiko':
Zuchtform der Vielblütigen Rose
(Rosa x multiflora 80/240-1) aus der
Bundesforschungsanstalt für gartenbauliche
Pflanzenzüchtung aus dem Jahr 1980.
  Dornenlose Kreiselrose

Abbildung 3: Elternteil von 'Esiko'
'Dornenlose Kreiselrose' (Rosa x suionum),
alte schwedisch-norwegische Sorte, entstanden vor 1845.
Eigenschaften

Die Rosensorte 'Esiko' gehört in die Gruppe der Rambler-Rosen (Rankrosen). 'Esiko' kann als Kletterrose an einem Baum, einer Hauswand, einem großen, stabilen Obelisken oder einer Pergola (Abb. 4 und 5), aber auch als freistehende Strauchrose gepflanzt werden. Als Kletterrose erreicht sie etwa 4 bis 6 m Höhe, als frei stehender Strauch wird sie 2 bis 3 m hoch und bis 5 m breit. Ihre Blüten mit dem Duft 'Alter Rosen' erscheinen in Büscheln zu 10 bis 30 am vorjährigen Holz und sind 4 bis 4,5 cm groß. Die dichte Füllung und die bis zu 90 etwas gedrehten Blütenblätter erinnern an 'Alte Rosen'. Die Farbe ist anfangs ein reines Rosa, welches beim Verblühen, besonders bei Hitze und in voller Sonne, zu Hellrosa bis Weiß verblasst. Ein Stauch mit unter­schiedlich alten Blüten zeigt dadurch ein schönes Farbspiel. Die blühfreudige Rose ist einmal blühend und blüht überreich für 3 bis 4 Wochen im Juni / Juli.
Die Jahrestriebe sind fast stachellos, werden bis zu 4 m lang und lassen sich Rambler-typisch gut biegen. Die gesunden Blätter setzten sich meist aus 7 oder 9 Fiederblättchen zusammen.

'Esiko' hat sich in den sehr kalten Wintern 2010/11 und 2011/12 mit Temperaturen von bis zu – 25 °C als vollkommen frosthart und kälteunempfindlich erwiesen. Das Holz zeigte bis in die Spitzen keinerlei Frostschäden.
Die Rose ist für ein breites Standortspektrum geeignet und verträgt auch Halbschatten (mindestens 5 Stunden Sonne pro Tag). Ein Erziehungs- oder Rückschnitt ist in den ersten Jahren nicht erforderlich. Die Rose entwickelt sich am besten, wenn sie frei wachsen kann. Soll die Rose einen Baum oder eine Pergola beranken, empfiehlt es sich, die langen neuen Jahrestriebe hochzubinden. Nach mehreren Jahren können einzelne Stämme zur Verjüngung möglichst bodennah entnommen werden. Aufgrund des gesunden Laubes der Rose sind Pflanzenschutzmaßnahmen nicht erforderlich.
Die Rose 'Esiko' kann im Februar/März über Steckholz und zur Blütezeit über Grünstecklinge vermehrt werden.

'Esiko' wächst bereits in mehreren Gärten in Escherode und im Raum Kassel. Sie steht auch in der Rosensammlung im Bergpark in Kassel-Wilhelmshöhe in Quartier 1 (Nr. 16a). Über Rosenfreunde ist die Rose bereits nach Süddeutschland, Holland und nach Schweden verbreitet worden.

Rose 'Esiko'

Abb. 4: Rose 'Esiko'. Die helle Rose in der Mitte ist 'Lykkefund'.
  Rose 'Esiko'

Abb. 5: Rose 'Esiko' an einer Pergola in Escherode
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Namensgebung
Die Rose ist nach Esiko, dem Namensgeber des Geschlechts der Esikonen benannt. Sein Vater Graf Hiddi (* um 750/756, † um 813) gründete nach 770 im Gebiet um den Havucabrunno (Habichtsborn) eine Rodungs­siedlung und nannte sie nach seinem Sohn Esiko Esekerode. Der Ort wird erstmals in einer Urkunde Karls des Großen vom 8. Mai 813 erwähnt. Esikos Name findet sich noch heute in dem des Ortes Escherode (Ortsteil von Staufenberg / Niedersachsen) im Kaufunger Wald östlich von Kassel.

Dr. Andreas Meier-Dinkel, Escherode

www.habichtsborn.de
www.escherode.de
www.roseninsel-kassel.de
andi.meier-d@web.de